Projekt BIB

Erstellt am Samstag, 20. Juni 2009 Zuletzt aktualisiert am Samstag, 12. Mai 2012

Hier nun mein drittes Casemodding Projekt mit dem Codenamen "BIB".

Warum BIB (Big Is Better)?
Weil größer eben doch besser ist!
Auf den Namen bin ich gekommen, weil mein altes Gehäuse "Projekt BLAZE", nachdem ich zwei Grafikkarten eingebaut habe, einfach zu klein geworden ist.
Das neue Gehäuse ist nicht nur größer. Auch wenn man sich die Lüfter anguckt, erkennt man sofort die Parallelen zum Namen.


Zur Geschichte:

Begonnen hat mal wieder alles auf der Cebit...
Eigentlich wollte ich, wie beim "Projekt Blaze", mein nächstes PC Gehäuse nochmals "verkleinern". Allerdings musste ich spätestens, nach dem ich mir eine zweite Grafikkarte eingebaut hatte, festsellen, dass das nicht klappen kann, wenn man auch noch zwei Laufwerke und drei Festplatten hat. All das passte zwar noch in das Gehäuse von "Projekt Blaze" rein, aber nun war es schon recht eng im Gehäuse.
Ok, ein neues Gehäuse hätte ich zwar nicht gebraucht, aber als ich auf der Cebit an dem Stand von Maxpoint das EL Diablo Gehäuse von A+ stehen sah wusste ich sofort...
Das Gehäuse willst du haben!
Und was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe, bekomme ich auch nicht mehr so einfach raus. Also musste das Gehäuse gekauft werden!
Leider wollten mir die Herren am Stand das Ausstelungsgehäuse nicht verkaufen.Schade aber auch, die sehr freundlichen Aussteller aus Fernost hätten mir das sicherlich gleich zum Schnäppchenpreis mitgegeben. (wie das Gehäuse vom Projekt BLAZE) Nun gut, letztendlich habe ich das Gehäuse noch sehr günstig im Internet gekauft.

 

Hardware:

Die gleiche wie beim Projekt BLAZE

 

das hab ich mir vorgenommen:

- ordentlicher arbeiten
- edlere Optik
- bessere Kühlung
- hübschere Beleuchtung

Ob ich das alles umsetzen konnte, erfährst du auf den nächsten Seiten!


Das Gehäuse gefiel mir schon ohne Modds recht gut, deswegen ja der Kauf, aber....

solche Sachen wie eine graue Innenraumlackierung und viel zu kleine Lüftungsöffnungen sind eigentlich ein NoGo, gerade bei dem Preis. Also musste Hand angelegt werden, was mir natürlich wieder rum Spaß macht. Auch sollte wieder ein "Sichtfenster" in den Deckel, wodurch nebenbei das Zimmer abends stimmungsvoll beleuchtet wird. Ich hatte natürlich noch einiges mehr vor, aber dazu später mehr.

Als erstes wurde die Lüfteröffnung in der Front deutlich vergrößert, damit der große 250mm Lüfter auch seine volle Leistung entfalten kann und die Festplatten ordentlich Wind bekommen. Zudem wird durch die größere Öffnung die Lautstärke der strömenden Luft minimiert.

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An der Gehäusehinterseite war, wie so oft, das Lüftergitter direkt in das Gehäuseblech gesfräst. Das musste natürlich erst einmal raus. Desweiteren musste ein viereckiges Loch für die Soundsteuerung der Kaltlichtkathoden ins Blech gesägt werden.
Was mir aber wirklich sehr negativ aufgefallen ist, war die sehr klapprige Lüfterhalterung, die man eigentlich nur für einen schlechten Witz halten kann. Der Lüfter sollte mit vier Gummitüllen am Plastikhalter entkoppelt angeschraubt werden. Der Halter wurde dann aber unentkoppelt in vier Löcher in das Gehäuse eingeklipst. Dass das auch intelligenter geht, hat denk ich mal jeder schnell selbst rausgefunden und so habe ich kurzerhand vier Löcher direkt ins Gehäuse gebohrt, worin die Gummitüllen später ihren Platz fanden, um so den Lüfter entkoppelt ans Gehäuse schrauben zu können.
Die ganzen überflüssigen Löcher wurden dann mit Zweikomponentenmetallknetmasse *was ein Wort* geschlossen und anschließend plan geschliffen, was auf den Bildern jetzt nicht zu sehen ist.

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Als nächstes ging es mit dem Gehäusedeckel weiter. Da sich in der Mitte des Deckels USB- und Soundanschlüsse befinden, habe ich mich für zwei Löcher entschieden. Mit dem kleineren hatte ich noch "Größeres" vor. Dazu aber später mehr. Beim Aussägen mit der Stichsäge empfiehlt es sich übrigens alle lackierten Flächen abzukleben, wenn man anschließend nicht neu lackieren möchte.

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Nun mal eine kleine Übersicht über die Teile vorm Lackieren. Alle Teile wurden erst einmal angeschliffen und anschließend, wie auf dem Bild zu sehen, mit Grundierung lackiert. Anschließend kam dann der tiefschwarze Hochglanzlack darüber. Die Seitenwände wurden übrigens auch von der Innenseite lackiert, sind aber auf dem "Gruppenfoto" nicht zu sehen.

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Hier nun die fertige Vorder- und Rückseite des Gehäuses nach dem Lackieren. Ich bin mit dem Ergebniss sehr zu frieden. So langsam habe ich das Lackieren mit der Sprühdose drauf. An der Vorderseite wurden auch einige Löcher mit Spachtelmasse geschlossen und der Rand des Lüftungslochs mit Chromkantenschutz veredelt.

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Der Deckel sollte einen ähnlichen Look wie die Seitenwand bekommen und so entschloss ich mich zu dem Plexiglas noch ein schwarzes Gitter zu verbauen, welches noch mit Hochglanzklarlack überlackiert wurde. Das Ganze noch mit Chromkantenschutz eingefasst, mit polierten Inbusschrauben befestigt und fertig war der Deckel.

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In das Blech, wo das Mainboard draufgeschraubt wird, habe ich noch ein Loch hineingesägt, um Kabel durchführen zu können. Natürlich wurde das Loch wieder mit Chromkantenschutz eingefasst. Fertig lackiert und wieder zusammen genietet sieht das Gehäuse in seinem neuen tiefschwarzen Hochglanzlook doch gleich deutlich besser aus.

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Die Seitenwand sollte natürlich nicht unverändert bleiben und so habe ich sie durch eine kleine aber wirkungsvolle Änderung dem Design des Deckels angepasst. Die unauffälligen schwarzen Schrauben wurden durch etwas größere von mir polierte Inbusschrauben getauscht und auch die drei Schrauben des Lüfters wurden poliert. Da der Lüfter mit meinem CPU Kühler kollidierte, musste ich den Lüfter noch etwas "tieferlegen", damit er flacher an der Seitenwand anliegt.

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Nun ging es an die Gehäusefront, die eindeutig zu blau beleuchtet war. Darum habe ich kurzerhand die zwei HDD LEDs gewechselt. Kleiner Aufwand, große Wirkung, wie ich finde. Schräg über dem Powertaster habe ich noch ein Schlüsselschalter verbaut. So ist es nur möglich den PC einzuschalten, wenn mit dem Schlüssel der Powertaster freigeschaltet wurde. Sehr nützlich, um andere Leute vom Einschalten des PCs abzuhalten.

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Da das Netzteil ja durch das große Deckelfenster zu sehen ist und ein schwarzer viereckiger Klotz nicht gerade ansehnlich ist, beschloss ich das Netzteil optisch etwas aufzumotzen. Ein erster Optiktest mit den grünen Kaltlichtkathoden überzeugte schonmal.

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Ich hatte noch eine Cardreaderplatine rumliegen und irgendwo in der Front mussten noch Schalter und USB Ports verbaut werden. Also beschloss ich mein eigenes Frontpannel zu bauen. Die kleinen Schlitze auszufeilen war die reinste Strafarbeit und gelang mir trotz größter Mühe nicht ganz sauber.

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Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Zusammenbau. Der CPU Kühler hat nun zwei Lüfter montiert bekommen und wurde wegen seines Gewichts mit zwei Ketten aufgehängt. Die Kabel müssen noch etwas mehr geordnet werden, bremsen aber den Luftstrom nicht so sehr aus, wie es vielleicht den Anschein hat.

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LCU steht für "LED Control Unit" (LED Steuereinheit) und soll die Steuerung der 24 LEDs übernehmen, die ich in den Gehäusefüßen verbaut habe.
Mit der Steuereinheit ist es möglich die LEDs in verschiedenen Modi leuchten bzw. blinken zu lassen und für jeden Modus die Geschwindigkeit anzupassen.
Verbaut wurden pro Fuß drei grüne und drei blaue LEDs.

Es gibt folgende Möglichkeiten:

- alle LEDs leuchten durchgängig
- alle LEDs blinken (Geschwindigkeit einstellbar)
- alle LEDs faden aus und an (Geschwindigkeit einstellbar)
- die grünen und blauen LEDs faden abwechselnd an und aus (Geschwindigkeit einstellbar)
- alle LEDs sind aus

Als Erstes wurde die Grundform der Gehäusefüße aus Plexiglas nachgebildet und mit Bohrungen versehen in welche die LEDs geklebt werden.
Das Plexiglas wurde beidseitig mit Aluminiumklebeband beklebt, damit das Licht der LEDs nur seitlich aus dem Plexiglas austreten kann.

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Um Kabel ins Innere der Füße legen zu können, mussten Löcher in den Gehäuseboden und in das Mittelteil der Füße gebohrt werden. In den Füßen musste noch etwas Plastik entfernt werden, um Platz für die Kabel zu schaffen. Durch die vier Füße sind schon eine Menge Kabel zusammen gekommen, die später sauber in einem Gewebeschlauch verlegt wurden.

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Die Steuereinheit ist mein erstes größeres Lötprojekt und ist daher nicht perfekt. Mit Hilfe des rechten Drehknopfes können die verschiedenen Modi gewählt und mit den drei weiteren Knöpfen können Blinkgeschwindigkeit usw. eingestellt werden. Ich würde die ganze Schaltung am liebsten komplett neu aufbauen, da mir mittlerweile bewusst ist, welche Fehler ich gemacht habe, aber bislang fehlt mir dazu leider die nötige Zeit.

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Ich muss leider gestehen, dass ich nur ein einziges Foto von den fertigen Gehäusefüßen besitze, da die Steuereinheit ziemlich schnell den Geist aufgegeben hat und ich es versäumt habe vorher Fotos zu machen. Die Platine der Steuereinheit ist im eingebautem Zustand durch das kleinere der zwei Sichtfenster im Gehäusedeckel super in Szene gesetzt und wird von zwei UV-Kaltlichtkathoden beleuchtet, welche die Bemalung, mit UV aktiven Farben, effektvoll leuchten lassen.

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Hier geht es nun rund um das fertige Projekt BIB.

Ich fange einfach mal von "oben" an, beim Gehäusedeckel.
Die Platine der LED-Steuereinheit wurde mit UV aktiven Farben bemalt und wird von zwei 10cm langen UV Kaltlichtkathoden beleuchtet.
Die beiden Sichtfenster im Deckel sind mit einem Gitter und einer Plexiglasscheibe abgedeckt. Das Ganze wurde mit polierten Inbusschrauben befestigt und die Kanten mit Chromkantenschutz versehen. Das große Sichtfenster wird von zwei 30cm langen Kaltlichtkathoden beleuchtet, welche wahlweise aus sind, dauerleuchten, blinken oder zur Musik blinken/leuchten. Gut zu sehen ist auch das auf dem Netzteil aufgeklebte Lüftergitter im Viper Style.

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Hinter der Frontklappe verbergen sich im obersten Schacht die Drehknöpfe für die LED-Steuerung der Gehäusefüße, zwei Schächte darunter der umlackierte DVD Brenner.

Direkt darunter befindet sich meine Eigenbaublende mit Cardreaderplatine und Schalter für die restliche Beleuchtung (LED Leisten, blaue- und UV Kaltlichtkathoden).
In der unteren rechten Ecke sitzt der Schlüsselschalter, um die Funktion des Powerschalters abzuschalten.

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Die verlegten Kabel mögen vielleicht etwas unordentlich wirken, behindern den Luftstrom aber in keinster Weise, zudem sieht man die einzelnen Kabel bei montierter Seitenwand nicht wirklich.

Der Mainboardbereich kann wahlweise mit zwei senkrecht und waagerecht angeordneten blauen Kaltlichtkathoden oder einer grünen (oben) und blauen (unten) angebrachten LED Leiste beleuchtet werden. Der CPU Kühler wurde wegen seines hohen Gewichts mit zwei Ketten am Gehäuse aufgehangen. An der Gehäuserückseite kann man das Steuermodul für die zwei grünen Kaltlichtkathoden im Deckel erkennen. Mittlerweile habe ich das Modul soweit umgebaut, dass man ein externes Mikrofon anstecken kann, welches ich mittels einem 2m langen Kabel direkt zum Subwoofer verlegt habe.

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Im geschlossenen Zustand werden die Kabel gut vom großen Lüfter und dem Lochgitter verdeckt. Die ehemals schwarzen Schrauben der Seitenwand wurden gegen polierte Edelstahl-Inbusschrauben getauscht.

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Im Dunkeln sieht das Ganze dann so aus.

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Umbauarbeiten:

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LCU:

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nach dem Umbau:

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